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Beratungsstelle Radikalisierung

Eltern, Angehörige, Freunde und Lehrer sind oft die ersten, denen eine Radikalisierung eines jungen Menschen auffällt und gleichzeitig die letzten, zu denen dieser trotz zunehmender Isolierung Kontakt hält. Um sie in einer solchen schwierigen Situation bestmöglich zu unterstützen und so gemeinsam der Radikalisierung des nahestehenden Menschen entgegenwirken zu können, steht nun ein professionelles Beratungsangebot bereit.

Bundesinnenminister Dr. Friedrich hat im Rahmen des "Präventionsgipfels" am 24. Juni 2011 bekräftigt, zusammen mit Muslimen einer Radikalisierung von Jugendlichen und Heranwachsenden durch islamistische Gruppierungen entschieden entgegenzutreten. Die Beratungsstelle ist hierfür ein wichtiges Element. Das soziale Umfeld der Betroffenen bemerkt in aller Regel am schnellsten, wenn ihr Sohn, Schüler, Freund oder Vereinskamerad plötzlich seine religiöse Haltung oder gar seine gesamte Weltanschauung ändert, sich zunehmend von seinem bisherigen Umfeld, seiner Vergangenheit ab- und einem radikalen Spektrum zuwendet und sich vermehrt von Ideologien leiten lässt, die mit den Grundsätzen eines freiheitlichen demokratischen Rechtsstaats nicht in Einklang zu bringen sind.

Oft ziehen sich die Betroffenen stark aus ihrem bisherigen Umfeld zurück und lassen keinerlei "Einmischung" mehr zu. Dies führt bei Freunden, besonders aber bei Eltern zu Verunsicherung: Sie befinden sich in einem Spannungsfeld zwischen einer möglicherweise willkommenen Religiosität des Kindes und der gleichzeitigen Sorge, dass ihr Kind in "falsche Kreise" geraten könnte und sie den Kontakt zu ihm verlieren könnten. Insbesondere nicht-muslimische Eltern, deren Kinder zum Islam konvertiert sind, stellen sich viele Fragen zum Islam als Religion.

Hier ist professionelle Beratung wichtig und notwendig. Es gilt, das Problem als solches zu erkennen und zu akzeptieren, drängende Fragen zu klären und schließlich Wege zu erarbeiten, wie dem Radikalisierungsprozess entgegengewirkt werden kann.

Die "Beratungsstelle Radikalisierung" beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge steht in engem Kontakt zu verschiedenen Beratungseinrichtungen und kennt Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner sowie Netzwerke für die spezielle Thematik in allen Bereichen. Sie bietet konkrete Hilfe, indem sie

  • eine erste Anlaufstelle darstellt, häufige Fragen beantwortet und über die Problematik im Rahmen eines ersten Überblicks aufklärt,
  • online und im persönlichen Gespräch erste Informationen über Hilfsangebote bereitstellt,
  • im Einzelfall persönliche Beratung und Betreuung durch eine geeignete Stelle anbietet und vermittelt,
  • den direkten Kontakt zu Spezialisten in allen Bereichen herstellt und
  • Kontakt zu anderen Betroffenen in ähnlicher Situation und/oder Selbsthilfeinitiativen vermittelt.

Das Angebot der Beratungsstelle wird für alle Bürgerinnen und Bürger kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Beratungsstelle Radikalisierung

Mo - Fr von 09:00 bis 15:00 Uhr

0911 - 943 43 43

oder per E-Mail unter beratung@bamf.bund.de

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